Sehr geehrter Herr Staatsminister, 

mit Unverständnis und großer Sorge haben wir vergangene Woche die Nachricht zum Stopp des geplanten Magazinerweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Leipzig zur Kenntnis genommen. Dies wäre ein fatales Signal für den Wissenschafts- und Kulturstandort Deutschland allgemein und Leipzig im Besonderen. Deshalb begrüßen wir Ihre Mitteilung vom 18. März 2026, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Da die Finanzierung des Erweiterungsbaus weiterhin nicht gesichert ist und im laufenden Haushaltsaufstellungsverfahren beschlossen werden müsste, möchten wir an dieser Stelle die Bedeutung des Baus aus Sicht der Leipziger Wissenschaft unterstreichen.  

 Die Deutsche Nationalbibliothek gehört seit über einhundert Jahren zu den Pfeilern der Wissenschaftsstadt Leipzig und trägt maßgeblich zur nationalen und internationalen Ausstrahlung sowie zur wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Standorts bei, indem sie geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung in all ihren Verbindungen zu anderen Disziplinen inspiriert und befördert. Dafür stellt die Nationalbibliothek einen einzigartigen Bestand an Publikationen zur Verfügung, der stetig weiterwächst und dessen Printbestand von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachbereiche aktiv genutzt wird. Und der Standort in Leipzig gewinnt weiter an Bedeutung, wie sich auch an der Zahl der internationalen Gäste ablesen lässt, die wegen der Nationalbibliothek mit ihren hervorragenden Arbeitsbedingungen vor Ort nach Leipzig kommen.

Der Bau der DNB erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts nicht ohne Grund in der Buch- und Wissenschaftsstadt Leipzig. Sie ist über ihre Messen bereits seit Jahrhunderten international vernetzt und zählt mit ihrer 1409 gegründeten Universität sowie zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den führenden europäischen Geistesmetropolen und Innovationsstandorten.

Der Mutterstandort Leipzig der DNB hatte seit 1945 gerade für Ostdeutschland als Ort, an dem Literatur und wissenschaftliche Publikationen frei zugänglich waren, und als „Fenster zur Welt“ für die Bevölkerung einen besonderen Stellenwert. Für die wissenschaftliche Exzellenz und die Kooperation am Wissenschaftsstandort Leipzig sowie für Generationen von Studierenden, Promovierenden und Forschenden in unserer Stadt ist die DNB in ihrer Gedächtnisfunktion unverzichtbar.

Die Aufbewahrung kultureller Überlieferungen in digitaler Form ist von zunehmender Bedeutung, aber die Frage nach ihrer langfristigen Zugänglichkeit bleibt ungeklärt. Zudem sind enorme Kosten für den Erhalt dieser digitalen Kopien zu erwarten. Daher bleibt das Buch als materielles Gut eine unverzichtbare Form der Langzeitarchivierung, die neben der Digitalisierung verfolgt werden muss. Wir bitten Sie, dies bei einer möglichen Reform des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) zu berücksichtigen.

Der fünfte Erweiterungsbau der DNB am Standort Leipzig wurde 2018 nach gründlicher Vorplanung und sorgfältiger Abwägung beschlossen und mit einem Architekturwettbewerb erfolgreich vorangetrieben. Angesichts des fortgeschrittenen Planungsstands, und nicht zuletzt aus Gründen der Effizienz und des rationalen Mitteleinsatzes, halten wir die Umsetzung für geboten.

Gerade in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte muss sich die Bundesregierung mit Weitblick für die Erhaltung und langfristige Stärkung des Wissenschaftsstandortes Deutschland einsetzen. Dazu zählt auch die Unterstützung so zentraler Infrastrukturen wie der Deutschen Nationalbibliothek. Nur so kann die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und das kulturelle Erbe in Deutschland erhalten und der Wissenschafts-, Kultur- und Wirtschaftsstandort Leipzig nachhaltig gestärkt werden. Wir bitten Sie eindringlich, sich mit ganzer Kraft für die zügige Umsetzung des Magazinerweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig einzusetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Eva Inés Obergfell

Vorstandsvorsitzende des Leipzig Science Network und Rektorin der Universität Leipzig

Leitungen der Mitgliedseinrichtungen vom Leipzig Science Network und Gäste tauschten sich am 9. März 2026 zur exzellenten Forschung mit Holz aus

Zum ersten Mal kam der Leipzig Science Club an die HTWK Leipzig: In der Veranstaltungsreihe vom Leipzig Science Network (LSN) tauschen sich die Leitungen der LSN-Mitgliedseinrichtungen regelmäßig über geplante Clusterinitiativen und über exzellente Forschung am Wissenschaftsstandort Leipzig aus und vernetzen sich miteinander. Thema am 9. März war die Ressource Holz, deren Nutzung und Potenziale, aber auch damit verbundene Konflikte.

Rund 50 geladene Vertreterinnen und Vertreter der LSN-Mitgliedseinrichtungen sowie Gäste aus Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Politik nutzten die Gelegenheit, bei dem inspirierenden Abend Einblicke in aktuelle Forschung zu erhalten, sich interdisziplinär auszutauschen und zu vernetzen, denn die nachhaltige Ressource Holz ist gleichermaßen wichtig als Baustoff, Kohlenstoffspeicher und Erholungsräume.

Holz als Baustoff, Kohlenstoffspeicher und Erholungsraum

Prof. Dr. Alexander Stahr, Professor für Tragwerkslehre, Leiter der Forschungsgruppe FLEX und wissenschaftlicher Leiter des HolzBauForschungsZentrum an der HTWK Leipzig zeigte in seinem Vortrag „Auf dem Holzweg – angewandte Forschung im HolzBauForschungsZentrum der HTWK Leipzig“, dass die Produktivität im Baugewerbe sinkt und insbesondere das holzverarbeitende Handwerk Beschleunigung und Unterstützung braucht. Zentrale Hebel dafür seien Automatisierung, Digitalisierung und der Einsatz von KI. Der Fokus sollte auf der Wiederverwertung bereits genutzten Holzes liegen, zum Beispiel indem Gebäude bereits für unterschiedliche Nutzungsformen konzipiert werden – vom Parkhaus zum Wohnhaus – denn auch eine nachwachsende Ressource ist endlich.

Im Vortrag „Baum tut gut!“ machte Prof. Dr. Aletta Bonn, Professorin für Ökosystemleistungen am Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ/iDiv/FSU) deutlich, dass die Biodiversitäts- und Klimakrise trotz politischer Rahmenvereinbarungen weiter voranschreiten. Stadtgrün wirke nachweislich gesundheitsfördernd und sei ein echter Motor für das körperliche und seelische Wohlbefinden: So steigere beispielsweise die Vogelvielfalt die Lebenszufriedenheit und Bäume direkt vor der eigenen Haustür würden signifikante positive Effekte zeigen. Doch der gesundheitliche und gesellschaftliche Wert von Bäumen wird aktuell zu wenig berücksichtigt.

Eine Perspektive aus Volkswirtschaftlicher Sicht ergänzte Prof. Dr. Martin Quaas, Professor für Volkswirschaftslehre an der Universität Leipzig und Leiter der Arbeitsgruppe Biodiversitätsökonomik am Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, in seinem Kommentar. Demnach habe Holz einen wirtschaftlich größeren Wert bei der CO2-Bindung als durch seine Nutzung. Naturnahe Grünflächen würden die Zufriedenheit ganzer Nachbarschaften erhöhen; ein volkswirtschaftlich hochrelevanter Erholungswert.

Leipziger Einrichtungen denken Wissenschaft, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit zusammen

In der anschließenden gemeinsamen Diskussion wurde deutlich: Die mitteldeutsche Wirtschaft kann den vollständigen Lebenszyklus der Holzverwertung aktuell nicht abbilden. Wälder werden wieder vielfältiger und biodiverser. Die Holzwirtschaft passt sich schrittweise an, aber insgesamt gilt: Wir müssen lernen, mit weniger Holz auszukommen. Denn Holz ist als Baustoff nicht überall sinnvoll, sondern lohnt sich insbesondere im Bereich Wohnen und Bildung. Ein vielversprechendes Forschungsfeld ist die Auswirkung von Kindheits- und Jugenderfahrungen in und mit der Natur auf das spätere Leben. Holzimporte aus dem Ausland bleiben sowohl unter Nachhaltigkeits-, als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll.

Die Gäste nutzten die inspirierenden Einblicke im anschließenden Empfang im Creative Club der HTWK Leipzig für weiterführende Gespräche, auch über mögliche Forschungskooperationen. „Der Abend zeigte, wie in Leipzig Wissenschaft, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit zusammen gedacht werden“, freut sich Kathleen Schlütter, Geschäftsführerin vom LSN, über den gelungenen Abend an der HTWK Leipzig.

 

Fotos: Saskia Pramor

Unter dem Titel „Unsichtbare Spielregeln – Macht und Mikropolitik in der akademischen Welt“ diskutierten Leipziger Juniorprofessorinnen und Postdocs mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger über zentrale Herausforderungen und notwendige Veränderungen im Wissenschaftssystem. Die Veranstaltung brachte erstmals rund 25 Wissenschaftler:innen in der R3-Phase aus dem Leipziger Wissenschaftsnetzwerk zusammen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen unter anderem die Bedeutung von Begegnungsräumen jenseits des streng beruflichen Kontexts, die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Männerpolitik sowie durchlässigere und flexiblere Karrierewege in der Wissenschaft. Zugleich wurde betont, dass aktuelle gesellschaftliche Backlashs gegen Geschlechtergerechtigkeit weiterhin Aufmerksamkeit und klare Positionen erfordern.

Die Moderation übernahm Prof. Dr. Julia Sacher. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Leipzig Science Network e. V. in Zusammenarbeit mit dem Jungen Forum der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig sowie mit Unterstützung von Dr. Antje Nolting, Mandy Uhlig und Agnes Silberhorn.

Fotos: Philipp Gunz (MPI EVA)





Mit der CBC Conference 2026 – Connecting Biodiversity, Climate, and Human Behaviour positioniert sich die Region Leipzig erneut als leistungsstarker Wissenschaftsstandort in einem zentralen Zukunftsfeld. Die internationale Konferenz widmet sich dem Zusammenspiel von Biodiversität, Klimawandel und menschlichem Verhalten – Themen, die sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich von hoher Relevanz sind.

Die Konferenz wird von einem Konsortium mitteldeutscher Forschungsinstitutionen organisiert, darunter vier Mitglieder des Leipzig Science Network e. V. (LSN). Damit unterstreicht sie die Stärke regionaler Kooperationen und die Sichtbarkeit unserer Netzwerkpartner im internationalen Kontext.

Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit

In 13 thematischen Sessions bündelt die CBC Conference aktuelle Forschung zu:

  • Ökosystemstabilität
  • Klimaextremen
  • Landnutzung
  • Urbanen Räumen
  • Menschlichem Verhalten
  • Daten- und modellbasierten Ansätzen im CBC-Kontext

Das Programm umfasst Keynotes internationaler Expertinnen und Experten, parallele Sessions, Posterpräsentationen, eine Paneldiskussion sowie Exkursionen. Die Konferenz bietet damit gezielt Raum für interdisziplinären Austausch, neue Projektideen und strategische Partnerschaften – sowohl innerhalb der Region als auch darüber hinaus.

Jetzt Beiträge einreichen und Sichtbarkeit stärken

Netzwerkpartner sind ausdrücklich eingeladen, sich mit eigenen Forschungsbeiträgen zu beteiligen und die regionale Expertise im internationalen Diskurs sichtbar zu machen.

Der Call for Abstracts ist noch bis zum 14. April 2026 geöffnet.

Weitere Informationen zur Einreichung und zum Konferenzprogramm finden Sie auf der Website der Konferenz.

Das Forum Wissenschaftskommunikation 2026 findet am 9. und 10. Dezember 2026 in Leipzig statt. Wir als Leipzig Science Network sind stolz darauf, das Forum in Leipzig - in der Kongresshalle am Zoo Leipzig - begrüßen zu dürfen. Außerdem freuen wir uns, gemeinsam mit den Leipziger Hochschulen und Forschungseinrichtungen das Forum mitzugestalten. 

Merken Sie sich den Termin schon jetzt vor!


Fahrplan bis Dezember 2026

Ende März legt der Programmbeirat das diesjährige Schwerpunktthema fest.
Im April startet der Call for Proposals für das Forum Wissenschaftskommunikation 2026. Wir laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen. Aus allen Einreichungen wählt der Programmbeirat die Beiträge für das Tagungsprogramm aus. 
Im Sommer soll das Programm veröffentlicht werden.
Ab September wird die Anmeldung zur Teilnahme am Forum Wissenschaftskommunikation möglich sein.

Über den genauen Starttermin informieren die Veranstaltenden über Newsletter sowie Social-Media-Kanäle von "Wissenschaft im Dialog".


Ausstellerbereich: Jetzt Standfläche sichern

Ein fester Bestandteil des Forums ist auch 2026 wieder der Ausstellerbereich. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Projekte zu präsentieren, neue Kontakte zu knüpfen und mit der Wisskomm-Community ins Gespräch zu kommen.

Falls Sie Ausstellungsflächen buchen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an "Wissenschaft im Dialog". Informationen zu den verschiedenen Paketen finden Sie auf der entsprechenden Website.


Das LSN freut sich, die Wissenschaftskommunikations-Community im Dezember 2026 in Leipzig willkommen zu heißen!

Das Forum Wissenschaftskommunikation wird gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft. 2026 entsteht es in Kooperation mit dem Leipzig Science Network und der Stadt Leipzig.

     
Logo des HI-MAG

 

Das Institut ist ein Standort von Helmholtz Munich und wurde 2018 in Kooperation mit der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikums Leipzig gegründet. Im HI-MAG auf dem Leipziger Medizincampus erforschen knapp 100 Mitarbeitende die molekularen Mechanismen, die zu Adipositas und Begleiterkrankungen führen. Ziel ist es, durch neue präzise Therapien Betroffene schneller versorgen zu können. Das HI-MAG ist einer der sechs Partner des DFG-Exzellenzclusters „Leipzig Center of Metabolism“ (LeiCeM) der Universität Leipzig. Das Institut wird geleitet von Prof. Dr. Matthias Blüher, Professor für klinische Adipositasforschung an der Universität Leipzig, sowie Oberarzt am Universitätsklinikum Leipzig.

Foto von Leipzig (Foto: Philipp Kirschner)

🎉Herzlichen Glückwunsch! Wir gratulieren Johannes Krause (Max-Planck-Institute for Evolutionary Anthropology) und Christian Doeller (Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences) zur Auszeichnung mit dem renommierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - German Research FoundationDamit sind zwei der zehn Preise nach Leipzig gegangen. Wir gratulieren zudem Lars Meyer (Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences) zur Einwerbung eines ERC Consolidator Grant des European Research Council (ERC). Prof. Doeller und Prof. Krause sind neben ihrer Tätigkeit als MPI-Direktoren auch Honorarprofessoren an der Universität Leipzig.   

👉 Christian Doeller erhält den Preis für seine Arbeiten in der kognitiven Neurowissenschaften und der Psychologie, mit der er das menschliche Denken und insbesondere den Zusammenhang zwischen räumlicher Wahrnehmung und logischem Denken erforscht.

👉 Johannes Krause erhält den Preis für seine Beiträge zur Archäogenetik, mit denen er die menschliche Besiedlungsgeschichte auf unterschiedlichen Kontinenten und die historische Verbreitung von Infektionskrankheiten erforscht.

👉 Lars Meyer wird mit der Förderung seine wegweisenden Arbeiten zur Sprachverarbeitung im Gehirn weiter ausbauen und mit Bildgebungstechniken, computergestützten Analysen und Experimenten erforschen, wann und warum uns Zuhören und Verstehen leicht fällt.    

Diese Erfolge sind auch eine Auszeichnung für das Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences und das Max-Planck-Institute for Evolutionary Anthropology, deren herausragende Arbeit und wissenschaftliche Kultur diese Spitzenleistungen möglich machen!   Die Preise und der ERC-Grant sind ein eindrucksvolles Zeichen der Forschungsstärke des Wissenschaftsstandorts Leipzig und ein Schub für unsere nationale und internationale Sichtbarkeit und Attraktivität.

Die Geschäftsstellen von DRESDEN-concept e. V. und des Leipzig Science Network sowie das Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig trafen sich erneut zum kollegialen Austausch über Netzwerkarbeit, Forschungsförderung und Wissens- und Technologietransfer in Leipzig!
Wissenschaftsnetzwerke spielen eine wichtige
Rolle, um die beiden sächsischen Wissenschaftsstandorte international zu positionieren, exzellente interdisziplinäre Forschung zu initiieren und Synergien in Transfer, Infrastruktur und Verwaltung zu gewinnen. Bei einer Führung im Wissenschaftspark Leipzig wurden zwei herausragende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen näher vorgestellt: Zum einen Tilo Arnhold und sein Team berichteten von der faszinierenden Klima- und Wolkenforschung am Leibniz Institute for Tropospheric Research (TROPOS). Zum anderen die Geschäftsführerin Prof. Dr. Kathrin Böhning-Gaese sowie Doris Wolst und ihr Team präsentierten die Forschungen an der Schnittstelle von Mensch und Umwelt am Helmholtz Centre for Enviromental Research (UFZ) vor.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke und den stets hervorragenden und vertrauensvollen Austausch. Bis zum nächsten Mal, dann wieder in Dresden!

Beim Netzwerktreffen des 𝗗𝘂𝗮𝗹 𝗖𝗮𝗿𝗲𝗲𝗿 𝗡𝗲𝘁𝘇𝘄𝗲𝗿𝗸 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝗱𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 (DCNM) in der Universität Leipzig tauschten sich am 12. November 2025 Vertreter:innen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kommunen über aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Unterstützung von Dual Career Partner:innen aus. Das DCNM, beheimatet beim LSN, ist eine aktive und wachsende Community von mittlerweile 38 Mitglieder. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Dual Career Partner:innen professionell beraten werden und auch beruflich in Mitteldeutschland ankommen. Damit trägt das DCNM maßgeblich zur Fachkräftegewinnung in unserer Region bei.

👉 Wer sich für Dual Career Services interessiert, findet weitere Informationen unter: www.dcnm.de – wir freuen uns über Austausch und neue Mitglieder!

Das Leipzig Science Network hatte das Vergnügen sich mit Bibhu Mishra, dem Leiter des sächsischen Wissenschaftsbüro in Indien ("Saxon Science Liaison Office India, Chennai"), vor Ort in Leipzig auszutauschen. 

Die Koordinationsbüros beider Länder halten die Kernaufgabe inne, Beziehungen und gemeinsame Projekte für den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und studentischen Austausch zu fördern. Außerdem werden Personen beraten, die nach einen akademischen Austausch suchen und informieren über Stipendien und Förderprogramme. Dadurch sollen gegenseitige Vorteile beim Technologietransfer und bei der Internationalisierung entstehen. Weitere Informationen Koordinationsbüro

Vielen Dank, Bibhu Mishra, für die wertvollen Einblicke! Der Austausch hat nächste Schritte hin zu stärkeren internationalen Partnerschaften in Forschung und Innovation gelegt, genauso die intensivere Bindung zu indischen Forschenden und Institutionen.

 

Staatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann (Mitte) im Gespräch den LSN-Vorständinnen Dr. Sabine König (links) und Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl Prof. Dr. Michael Stumvoll stellt das LeiCeM vor Bild der Diskussion im Anschluss an die Vorträge

Die Leitungen der Leipziger Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft haben sich am 13. Oktober 2025 im Leipzig Science Club über die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Leipzig ausgetauscht. Die Mitglieder des Leipzig Science Network (LSN) - dem Verbund der Leipziger Wissenschaftseinrichtungen - sprachen im Studienzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig über Schritte, um die Exzellenzentwicklung in der Forschung und die Kooperation in Transfer, Verwaltung und Infrastruktur weiter zu stärken und die Attraktivität Leipzigs für internationale Forschende und Studierende zu fördern. 

Zu Beginn gab Prof. Dr. Michael Stumvoll von der Medizinischen Fakultät einen Einblick in das neue Exzellenzcluster “Leipzig Center of Metabolism (LeiCeM)”, das am 1. Januar 2026 starten wird. Im LeiCem werden in einem wegweisenden, interdisziplinären Konzept Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas erforscht und in die klinische Anwendung gebracht. 

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, die LSN-Vorstandsvorsitzende und Rektorin der Universität Leipzig, ihre Ideen zur strategischen Weiterentwicklung der Wissenschaftskooperation in Leipzig vor. Sie machte deutlich, dass das Leipzig Science Network die Zusammenarbeit der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Stadt Leipzig vor allem in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Internationalisierung und Verwaltung maßgeblich vorangetrieben hat. In Zukunft will das Netzwerk außerdem das volle Potenzial einer stärkeren Kooperation in der Forschung und der strategischen Positionierung des Wissenschaftsstandorts nutzen. Das LSN unterstützt diese Dynamik ab dem kommenden Jahr mit der Organisation von thematischen Workshops und der Ausschreibung von Seed Funds.

Am 23. Februar 2025 ist Bundestagswahl in Deutschland!

Ein Bündnis aus den sächsischen Hochschulen und Studentenwerken, der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und dem Leipzig Science Network e. V. ruft jetzt alle dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen.

Ziel der Kampagne #GehWählen ist es, jüngere Menschen zum Gang an die Wahlurne zu motivieren und somit zur demokratischen Teilhabe zu animieren. Bei Personen im Alter von unter 30 Jahren war die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den über 60-Jährigen besonders gering.

Mehr Infos zur Wahl: https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte-der-bundesregierung/bundestagswahl-2025

Grafik: Markus Dreßen

Am 1. September 2024 ist Landtagswahl in Sachsen!

Ein Bündnis aus den sächsischen Hochschulen und Studentenwerken, der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und dem Leipzig Science Network e. V. ruft jetzt alle dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen.

Ziel der Kampagne #GehWählen ist es, jüngere Menschen zum Gang an die Wahlurne zu motivieren und somit zur demokratischen Teilhabe zu animieren. Bei Personen im Alter von unter 30 Jahren war die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den über 60-Jährigen besonders gering.

Mehr Infos zur Wahl: www.sachsenwahl.de


Grafik: Markus Dreßen

Die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region Leipzig versammeln sich hinter der „Leipziger Erklärung“: „Wissenschaftsstandort Leipzig gegen Demokratiefeindlichkeit und Rechtsextremismus: Für akademische Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“.

Die Leipziger Erklärung, die auf eine Initiative des Senats der Universität Leipzig zurückgeht, stand allen Einrichtungen am Standort zum Beitritt offen. Unsere Vorsitzende Frau Prof. Dr. Eva Inés Obergfell sagte bei der ursprünglichen Verabschiedung durch den Senat der Universität Leipzig: „Wie viele andere gesellschaftliche Akteure auch sehen wir mit Sorge rechtsextreme und antidemokratische Bestrebungen. Die Gefahr der Einschränkung demokratischer Rechte sollten wir benennen und uns positionieren."

Die Leipziger Erklärung im Wortlaut:

Die Wissenschaftseinrichtungen der Region Leipzig beziehen entschieden Position gegen Angriffe auf unsere Demokratie. Die Achtung der Würde aller Menschen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, Pluralität, Toleranz, internationaler Austausch und Vielfalt sind Voraussetzungen für unser Zusammenleben auf dem Campus, für erfolgreiche Forschung und beste Studienbedingungen.

Dass antidemokratische Strömungen erstarken und menschenverachtende Parolen Zuspruch finden, erfüllt uns mit Sorge. Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund und aus aller Welt studieren und arbeiten an unseren Wissenschaftseinrichtungen und leisten täglich einen Beitrag zur Lösung von Problemen und zur Beantwortung drängender Zukunftsfragen in unserer Gesellschaft. Dieses gemeinsame Nachdenken und Arbeiten gelingt nur in Freiheit.

Hass und Ausgrenzung bringen keine Lösungen hervor. Sie führen zur Angst vor Diskriminierung und lähmen Innovation. Wir rufen dazu auf, innerhalb und außerhalb unserer Forschungseinrichtungen die Grundwerte der Demokratie jederzeit zu verteidigen und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

Die Forschungseinrichtungen in der Region Leipzig werden weiter an unserem weltoffenen Wissenschaftsstandort Menschen verschiedenster kultureller, geographischer, religiöser und sozialer Herkunft zusammenführen. Wir werden weiter offen, faktenbasiert und vorurteilsfrei diskutieren und forschen. Diese Werte sind für uns essenziell.”

Unterzeichnende Einrichtungen

  • Agentur für Innovation in der Cybersicherheit
  • DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI
  • Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW
  • Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung, HI-MAG
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
  • Handelshochschule Leipzig
  • Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig - HGB
  • Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig - HMT
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig - HTWK Leipzig
  • Hochschule Merseburg
  • Lancaster University Leipzig
  • Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa - GWZO
  • Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow
  • Leibniz-Institut für Länderkunde
  • Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung - IOM
  • Leibniz-Institut für Troposphärenforschung - TROPOS
  • Universität Leipzig

Seit ihrer Gründung als Königlich Sächsischer Gesellschaft der Wissenschaften im Jahr 1846 sieht sich die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der Tradition des von Leibniz geprägten Akademiegedankens verpflichtet, als Gelehrtengesellschaft führende Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen im Einzugsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum regelmäßigen Diskurs zusammenzubringen. Darüber hinaus betreibt die Akademie derzeit über 20 langfristige Forschungsvorhaben, viele davon in enger Kooperation mit Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Diese koordiniert mit dem Akademienprogramm das größte geistes- und kulturwissenschaftliche Langfrist-Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. 

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Die Mitgliederversammlung des Leipzig Science Network (LSN) hat am Dienstag, 4. Oktober 2022, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig, einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Netzwerks gewählt. Obergfell tritt somit auch in dieser Funktion die Nachfolge von Prof. Dr. Beate Schücking an, zunächst für die verbleibende Amtszeit von anderthalb Jahren.

©️LSN/Jonathan Gescher; v.l.n.r. Oliver Grimm (stellvertretender Vorsitzender und Kanzler der Hochschule für Musik und Theater), Prof. Dr. Eva Inés Obergfell
(Vorstandsvorsitzende und Rektorin der Universität Leipzig), Claudia Kostka (Schatzmeisterin und Verwaltungsleiterin des Leibniz-Instituts für Oberflächenmodifizierung),
Pascal Schaefer (Geschäftsführer des Leipzig Science Network e. V.)

Das Leipzig Science Network hat ein Vorstandstrio, dem neben Eva Inés Obergfell der stellvertretende Vorsitzende Oliver Grimm und die Schatzmeisterin Claudia Kostka angehören. Grimm überreichte im Alten Senatssaal der Universität zum Abschied Blumen an die scheidende Vorsitzende. „Beate Schücking hat in ihrer Zeit als Vorstandsvorsitzende des LSN starke Impulse für einen Mitgliederzuwachs und für eine Profilschärfung gesetzt“, sagte Grimm. „Durch ihre tatkräftige und moderierende Art ist es ihr in sehr kurzer Zeit gelungen, den Verein noch stärker zu vernetzen, bekannter zu machen und neue Angebote für einen wissenschaftlichen Austausch ins Leben zu rufen.“

Auch LSN-Geschäftsführer Pascal Schaefer lobte Professor Schückings Engagement für die Leipziger Wissenschaftslandschaft. „In elf Jahren als Rektorin der Universität Leipzig hat sie unseren Wissenschaftsstandort geprägt. Neben ihrem großen Engagement für die Vernetzung am Standort war sie auch eine unermüdliche Kämpferin für unsere Demokratie. Für die vielen konstruktiven Gespräche möchte ich mich auch persönlich bedanken.“ 

Seite 1 von 2

Unsere Webseite verwendet Cookies. Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.