Der Wissenschaftsstandort Leipzig zeichnet sich durch eine hohe Dichte und Vielfalt von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus und besitzt großes Potenzial für interdisziplinäre und institutionenübergreifende Forschung. Das Leipzig Science Network (LSN) ist das gemeinsame Netzwerk der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Leipzig und Umgebung. Es fördert die Kooperation, erschließt Synergien in Forschung, Transfer und Infrastruktur und stärkt die nationale und internationale Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Leipzig.
Das LSN ist eine Plattform, um einrichtungsübergreifend neue Forschungsthemen zu erschließen und weiterzuentwickeln, die perspektivisch zu größeren Verbundvorhaben wachsen können. Mit der Pilotausschreibung „LSN NetzWerkstatt“ fördert das LSN die Anbahnung von Forschungskooperationen. Ziel der Förderung ist die Vernetzung von Forschenden aus korrespondierenden Themenfeldern und die Erschließung gemeinsamer, neuer Forschungsthemen. Besonders erwünscht sind Themen, die für möglichst viele Fachbereiche und Einrichtungen anschlussfähig sind.
Gefördert werden Workshops, die der institutionen- und fächerübergreifenden Vernetzung dienen, Forschende der LSN-Mitgliedseinrichtungen zu einem innovativen Forschungsthema zusammenbringen und 2026 stattfinden. Die Förderung umfasst maximal 2.000 EUR für Veranstaltungskosten (z. B. Raummiete, Catering, Honorare).
Im Falle einer Förderung wird die bewilligte Summe nicht als Geldbetrag an die Antragstellenden ausgezahlt. Stattdessen finanziert das LSN in Abstimmung mit den Antragstellenden die im Antrag geplanten und bewilligten Maßnahmen direkt.
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich promovierte Wissenschaftler:innen aus Einrichtungen, die Vollmitglieder des Leipzig Science Network sind. Voraussetzung ist eine gemeinsame Antragstellung von Personen aus mindestens zwei unterschiedlichen Einrichtungen des Netzwerks (Vollmitglieder). Bei der Auswahl werden prioritär Anträge von mehr als zwei Mitgliedseinrichtungen berücksichtigt.
Erforderliche Bewerbungsunterlagen
Angaben zu den Antragstellenden (CV, Kontaktdaten)
Kurzdarstellung des Vorhabens (Deutsch oder Englisch, max. 600 Wörter)
Zeit- und Budgetplan inkl. Angaben zur beantragten Fördersumme
Bewerbungsfrist
Eine Bewerbung ist bis zum 31.03.2026 möglich. Bitte kontaktieren Sie vorab die Geschäftsführerin des LSN, Dr. Kathleen Schlütter, für ein kurzes Beratungsgespräch: 0341 / 22304303 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte ebenfalls an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Das Institut ist ein Standort von Helmholtz Munich und wurde 2018 in Kooperation mit der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikums Leipzig gegründet. Im HI-MAG auf dem Leipziger Medizincampus erforschen knapp 100 Mitarbeitende die molekularen Mechanismen, die zu Adipositas und Begleiterkrankungen führen. Ziel ist es, durch neue präzise Therapien Betroffene schneller versorgen zu können. Das HI-MAG ist einer der sechs Partner des DFG-Exzellenzclusters „Leipzig Center of Metabolism“ (LeiCeM) der Universität Leipzig. Das Institut wird geleitet von Prof. Dr. Matthias Blüher, Professor für klinische Adipositasforschung an der Universität Leipzig, sowie Oberarzt am Universitätsklinikum Leipzig.
👉 Christian Doeller erhält den Preis für seine Arbeiten in der kognitiven Neurowissenschaften und der Psychologie, mit der er das menschliche Denken und insbesondere den Zusammenhang zwischen räumlicher Wahrnehmung und logischem Denken erforscht.
👉 Johannes Krause erhält den Preis für seine Beiträge zur Archäogenetik, mit denen er die menschliche Besiedlungsgeschichte auf unterschiedlichen Kontinenten und die historische Verbreitung von Infektionskrankheiten erforscht.
👉 Lars Meyer wird mit der Förderung seine wegweisenden Arbeiten zur Sprachverarbeitung im Gehirn weiter ausbauen und mit Bildgebungstechniken, computergestützten Analysen und Experimenten erforschen, wann und warum uns Zuhören und Verstehen leicht fällt.
Diese Erfolge sind auch eine Auszeichnung für das Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences und das Max-Planck-Institute for Evolutionary Anthropology, deren herausragende Arbeit und wissenschaftliche Kultur diese Spitzenleistungen möglich machen! Die Preise und der ERC-Grant sind ein eindrucksvolles Zeichen der Forschungsstärke des Wissenschaftsstandorts Leipzig und ein Schub für unsere nationale und internationale Sichtbarkeit und Attraktivität.
Die Geschäftsstellen von DRESDEN-concept e. V. und des Leipzig Science Network sowie das Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig trafen sich erneut zum kollegialen Austausch über Netzwerkarbeit, Forschungsförderung und Wissens- und Technologietransfer in Leipzig! Wissenschaftsnetzwerke spielen eine wichtige Rolle, um die beiden sächsischen Wissenschaftsstandorte international zu positionieren, exzellente interdisziplinäre Forschung zu initiieren und Synergien in Transfer, Infrastruktur und Verwaltung zu gewinnen. Bei einer Führung im Wissenschaftspark Leipzig wurden zwei herausragende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen näher vorgestellt: Zum einen Tilo Arnhold und sein Team berichteten von der faszinierenden Klima- und Wolkenforschung am Leibniz Institute for Tropospheric Research (TROPOS). Zum anderen die Geschäftsführerin Prof. Dr. Kathrin Böhning-Gaese sowie Doris Wolst und ihr Team präsentierten die Forschungen an der Schnittstelle von Mensch und Umwelt am Helmholtz Centre for Enviromental Research (UFZ) vor.
Vielen Dank für die spannenden Einblicke und den stets hervorragenden und vertrauensvollen Austausch. Bis zum nächsten Mal, dann wieder in Dresden!
Beim Netzwerktreffen des 𝗗𝘂𝗮𝗹 𝗖𝗮𝗿𝗲𝗲𝗿 𝗡𝗲𝘁𝘇𝘄𝗲𝗿𝗸 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝗱𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 (DCNM) in der Universität Leipzig tauschten sich am 12. November 2025 Vertreter:innen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kommunen über aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Unterstützung von Dual Career Partner:innen aus. Das DCNM, beheimatet beim LSN, ist eine aktive und wachsende Community von mittlerweile 38 Mitglieder. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Dual Career Partner:innen professionell beraten werden und auch beruflich in Mitteldeutschland ankommen. Damit trägt das DCNM maßgeblich zur Fachkräftegewinnung in unserer Region bei.
👉 Wer sich für Dual Career Services interessiert, findet weitere Informationen unter: www.dcnm.de – wir freuen uns über Austausch und neue Mitglieder!
Das Leipzig Science Network hatte das Vergnügen sich mit Bibhu Mishra, dem Leiter des sächsischen Wissenschaftsbüro in Indien ("Saxon Science Liaison Office India, Chennai"), vor Ort in Leipzig auszutauschen.
Die Koordinationsbüros beider Länder halten die Kernaufgabe inne, Beziehungen und gemeinsame Projekte für den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und studentischen Austausch zu fördern. Außerdem werden Personen beraten, die nach einen akademischen Austausch suchen und informieren über Stipendien und Förderprogramme. Dadurch sollen gegenseitige Vorteile beim Technologietransfer und bei der Internationalisierung entstehen. Weitere Informationen Koordinationsbüro
Vielen Dank, Bibhu Mishra, für die wertvollen Einblicke! Der Austausch hat nächste Schritte hin zu stärkeren internationalen Partnerschaften in Forschung und Innovation gelegt, genauso die intensivere Bindung zu indischen Forschenden und Institutionen.
Die Leitungen der Leipziger Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft haben sich am 13. Oktober 2025 im Leipzig Science Club über die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Leipzig ausgetauscht. Die Mitglieder des Leipzig Science Network (LSN) - dem Verbund der Leipziger Wissenschaftseinrichtungen - sprachen im Studienzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig über Schritte, um die Exzellenzentwicklung in der Forschung und die Kooperation in Transfer, Verwaltung und Infrastruktur weiter zu stärken und die Attraktivität Leipzigs für internationale Forschende und Studierende zu fördern.
Zu Beginn gab Prof. Dr. Michael Stumvoll von der Medizinischen Fakultät einen Einblick in das neue Exzellenzcluster “Leipzig Center of Metabolism (LeiCeM)”, das am 1. Januar 2026 starten wird. Im LeiCem werden in einem wegweisenden, interdisziplinären Konzept Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas erforscht und in die klinische Anwendung gebracht.
Im Anschluss stellte Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, die LSN-Vorstandsvorsitzende und Rektorin der Universität Leipzig, ihre Ideen zur strategischen Weiterentwicklung der Wissenschaftskooperation in Leipzig vor. Sie machte deutlich, dass das Leipzig Science Network die Zusammenarbeit der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Stadt Leipzig vor allem in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Internationalisierung und Verwaltung maßgeblich vorangetrieben hat. In Zukunft will das Netzwerk außerdem das volle Potenzial einer stärkeren Kooperation in der Forschung und der strategischen Positionierung des Wissenschaftsstandorts nutzen. Das LSN unterstützt diese Dynamik ab dem kommenden Jahr mit der Organisation von thematischen Workshops und der Ausschreibung von Seed Funds.
Am 23. Februar 2025 ist Bundestagswahlin Deutschland!
Ein Bündnis aus den sächsischen Hochschulen und Studentenwerken, der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und dem Leipzig Science Network e. V. ruft jetzt alle dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen.
Ziel der Kampagne #GehWählenist es, jüngere Menschen zum Gang an die Wahlurne zu motivieren und somit zur demokratischen Teilhabe zu animieren. Bei Personen im Alter von unter 30 Jahren war die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den über 60-Jährigen besonders gering.
Ein Bündnis aus den sächsischen Hochschulen und Studentenwerken, der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und dem Leipzig Science Network e. V. ruft jetzt alle dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen.
Ziel der Kampagne #GehWählenist es, jüngere Menschen zum Gang an die Wahlurne zu motivieren und somit zur demokratischen Teilhabe zu animieren. Bei Personen im Alter von unter 30 Jahren war die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den über 60-Jährigen besonders gering.
Die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region Leipzig versammeln sich hinter der „Leipziger Erklärung“: „Wissenschaftsstandort Leipzig gegen Demokratiefeindlichkeit und Rechtsextremismus: Für akademische Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“.
Die Leipziger Erklärung, die auf eine Initiative des Senats der Universität Leipzig zurückgeht, stand allen Einrichtungen am Standort zum Beitritt offen. Unsere Vorsitzende Frau Prof. Dr. Eva Inés Obergfell sagte bei der ursprünglichen Verabschiedung durch den Senat der Universität Leipzig: „Wie viele andere gesellschaftliche Akteure auch sehen wir mit Sorge rechtsextreme und antidemokratische Bestrebungen. Die Gefahr der Einschränkung demokratischer Rechte sollten wir benennen und uns positionieren."
Die Leipziger Erklärung im Wortlaut:
Die Wissenschaftseinrichtungen der Region Leipzig beziehen entschieden Position gegen Angriffe auf unsere Demokratie. Die Achtung der Würde aller Menschen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, Pluralität, Toleranz, internationaler Austausch und Vielfalt sind Voraussetzungen für unser Zusammenleben auf dem Campus, für erfolgreiche Forschung und beste Studienbedingungen.
Dass antidemokratische Strömungen erstarken und menschenverachtende Parolen Zuspruch finden, erfüllt uns mit Sorge. Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund und aus aller Welt studieren und arbeiten an unseren Wissenschaftseinrichtungen und leisten täglich einen Beitrag zur Lösung von Problemen und zur Beantwortung drängender Zukunftsfragen in unserer Gesellschaft. Dieses gemeinsame Nachdenken und Arbeiten gelingt nur in Freiheit.
Hass und Ausgrenzung bringen keine Lösungen hervor. Sie führen zur Angst vor Diskriminierung und lähmen Innovation. Wir rufen dazu auf, innerhalb und außerhalb unserer Forschungseinrichtungen die Grundwerte der Demokratie jederzeit zu verteidigen und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.
Die Forschungseinrichtungen in der Region Leipzig werden weiter an unserem weltoffenen Wissenschaftsstandort Menschen verschiedenster kultureller, geographischer, religiöser und sozialer Herkunft zusammenführen. Wir werden weiter offen, faktenbasiert und vorurteilsfrei diskutieren und forschen. Diese Werte sind für uns essenziell.”
OBERBÜRGERMEISTER JUNG: „BETEILIGUNG DER UNIVERSITÄT AN DER EXZELLENZSTRATEGIE VON GROSSER BEDEUTUNG FÜR UNSAm (heutigen) Mittwoch, 6. September 2023, haben sich rund 20 Vertreter:innen des Leipzig Science Network (LSN) gemeinsam mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zum Austausch über die Exzellenzclustervorhaben der Universität Leipzig und ihrer wissenschaftlichen Partner:innen im Rahmen der aktuellen Runde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder getroffen. Gut drei Monate nach Einreichung der drei Antragsskizzen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft entwickeln die gesellschafts- und umweltpolitisch hochaktuellen Forschungsvorhaben weiter ihre Stärken und Strahlkraft am Wissenschaftsstandort Leipzig und in die gesamte mitteldeutsche Region hinein.
Treffen des Leipzig Science Network: Vorsitzende des LSN und Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. Eva Inés Obergfell und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (rechts) unterstrichen die Bedeutung der Beteiligung der Universität an der Exzellenzstrategie für die Stadt Leipzig. Die Sprecher der drei Clustervorhaben, Prof. Dr. Johannes Quaas (links), Prof. Dr. Matthias Middell (Mitte) und Prof. Dr. Michael Stumvoll (zweiter von links), stellten in Kürze die Clustervorhaben vor. Foto: Swen Reichhold
An den Clustervorhaben New Global Dynamics (Neue globale Dynamiken: Welten in der Krise?), Breathing Nature (Atmende Natur: Wechselwirkungen zwischen Biodiversität, Klima und menschlichem Verhalten) und dem Projekt aus der Medizin sind neben den Hochschulen des mitteldeutschen Universitätsbunds Halle – Jena – Leipzig dreizehn außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt, darunter auch zahlreiche Mitglieder des LSN, dessen Vorstandsvorsitzende die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, ist.
„Die Universität Leipzig geht mit drei Clustervorhaben in den Wettbewerb, in denen ihre Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Leipzig Science Network, der Universitäten in Halle und Jena und weiteren Forschungseinrichtungen fachliche Grenzen überschreiten, um bahnbrechende, die Welt verändernde neue Erkenntnisse zu gewinnen“, sagte Rektorin Obergfell. Oberbürgermeister Burkhard Jung ergänzte: „Die thematischen Schwerpunkte der drei eingereichten Clusterskizzen widmen sich hochaktuellen und existenziellen Fragen der Menschheit, die auch mein Handeln als Oberbürgermeister bestimmen: Gesundheit, Klimawandel und Biodiversität sowie die globale Multikrise.“
„Wir haben in Leipzig eine einzigartige Forschungslandschaft. Die wissenschaftlichen Einrichtungen stehen in einem engen Austausch, unser Netzwerk funktioniert sehr gut. Das wird zunehmend wahrgenommen, und das wollen wir noch stärker nutzen, um gemeinsam voranzukommen und noch sichtbarer zu werden. Ein Erfolg in der Exzellenzstrategie würde den Wissenschaftsstandort Leipzig national und international noch bekannter machen – und davon profitieren wir letztlich alle. Ich gehe davon aus, dass sich die dabei entstehenden Synergieeffekte auch positiv auf nicht-wissenschaftliche Bereiche in Stadt und Region auswirken und insbesondere auch dem Wirtschaftsstandort zugutekommen werden“, erläuterte Rektorin Obergfell. Auch Oberbürgermeister Jung betonte: „Leipzig ist eine Wissenschaftsstadt. Wissenschaft ist ein prägender Standortfaktor, sie liefert wesentliche Impulse für die Stadtentwicklung. Deshalb ist auch die Beteiligung der Universität Leipzig an der Exzellenzstrategie von großer Bedeutung für uns. Die Stadt Leipzig unterstützt die Bewerbung mit voller Kraft. Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass diese Bewerbung ein Erfolg für den Wissenschaftsstandort Leipzig wird!“
Mit ihrer Exzellenz-Bewerbung lebt die Universität Leipzig den Grundgedanken des Leipzig Science Network, institutionenübergreifende Zusammenarbeiten am Wissenschaftsstandort zu intensivieren und damit seine nationale und internationale Sichtbarkeit weiter zu erhöhen. „Wir haben gemeinsam hart daran gearbeitet, innovative Ideen zu entwickeln, die nicht nur die Grenzen unserer Disziplinen überschreiten, sondern auch eine Brücke zwischen Universität und Stadt schlagen. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass wirkliche Exzellenz erst dann erreicht wird, wenn wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam auftreten“, so die Rektorin.
Am 1. Februar 2024 fällt die Entscheidung, welches Clustervorhaben einen Vollantrag einreichen darf. Bis dahin werden die Antragsskizzen von der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates begutachtet.
Erstellt von: Katrin Henneberg
Die Teilnehmer:innen aus den Mitgliedseinrichtungen des LSN und deren Partnern. Foto: Swen Reichhold
OBM Burkhard Jung, Prof. Dr. Christian Wirth und Prof. Dr. Eva Inés Obergfell begrüßen die Teilnehmer:innen. Foto: Swen Reichhold
Seit ihrer Gründung als Königlich Sächsischer Gesellschaft der Wissenschaften im Jahr 1846 sieht sich die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der Tradition des von Leibniz geprägten Akademiegedankens verpflichtet, als Gelehrtengesellschaft führende Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen im Einzugsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum regelmäßigen Diskurs zusammenzubringen. Darüber hinaus betreibt die Akademie derzeit über 20 langfristige Forschungsvorhaben, viele davon in enger Kooperation mit Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Diese koordiniert mit dem Akademienprogramm das größte geistes- und kulturwissenschaftliche Langfrist-Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland.
Die Mitgliederversammlung des Leipzig Science Network (LSN) hat am Dienstag, 4. Oktober 2022, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig, einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Netzwerks gewählt. Obergfell tritt somit auch in dieser Funktion die Nachfolge von Prof. Dr. Beate Schücking an, zunächst für die verbleibende Amtszeit von anderthalb Jahren.
Das Leipzig Science Network hat ein Vorstandstrio, dem neben Eva Inés Obergfell der stellvertretende Vorsitzende Oliver Grimm und die Schatzmeisterin Claudia Kostka angehören. Grimm überreichte im Alten Senatssaal der Universität zum Abschied Blumen an die scheidende Vorsitzende. „Beate Schücking hat in ihrer Zeit als Vorstandsvorsitzende des LSN starke Impulse für einen Mitgliederzuwachs und für eine Profilschärfung gesetzt“, sagte Grimm. „Durch ihre tatkräftige und moderierende Art ist es ihr in sehr kurzer Zeit gelungen, den Verein noch stärker zu vernetzen, bekannter zu machen und neue Angebote für einen wissenschaftlichen Austausch ins Leben zu rufen.“
Auch LSN-Geschäftsführer Pascal Schaefer lobte Professor Schückings Engagement für die Leipziger Wissenschaftslandschaft. „In elf Jahren als Rektorin der Universität Leipzig hat sie unseren Wissenschaftsstandort geprägt. Neben ihrem großen Engagement für die Vernetzung am Standort war sie auch eine unermüdliche Kämpferin für unsere Demokratie. Für die vielen konstruktiven Gespräche möchte ich mich auch persönlich bedanken.“
In der letzten Mitgliederversammlung des LSN wurde die Aufnahme der Stadt Leipzig bestätigt. Die Mitgliedsurkunde nahm Oberbürgermeister Burkhard Jung aus den Händen von Uni-Rektorin Professor Beate Schücking, der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, entgegen. Bereits im Januar hatte die Ratsversammlung für einen Mitgliedsantrag ab 2022 mit großer Mehrheit grünes Licht gegeben.
Pascal Schaefer, Uni-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking, Oberbürgermeister Burkhard Jung und Dr. Torsten Loschke (Leiter des Referats Wissenspolitik) nach der Übergabe der Mitgliedsurkunde des Leipzig Science Network e. V.
Schon den Gründungsprozess des Leipzig Science Network (LSN) hatte die Stadt Leipzig seit 2018 aktiv begleitet. Als Zusammenschluss der Wissenschaftseinrichtungen in Leipzig zielt das LSN auf eine höhere Sichtbarkeit und Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Leipzig und eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Partner in Forschung, Wissenstransfer und Infrastruktur. Zu den Projekten des Netzwerks zählen auch die Willkommenskultur für internationale (Gast-)Wissenschaftler und gemeinsame Veranstaltungen für die Stadtöffentlichkeit.
Bislang war die Stadtverwaltung als Gast bei den Vereinsversammlungen vertreten und war somit über alle Aktivitäten informiert. Als Vollmitglied sind ihre Möglichkeiten nun noch größer, Leipzig als Stadt der Wissenschaft weiterzuentwickeln und zu profilieren. Wichtige Anliegen der Stadt sind unter anderem der Wissenstransfer in die Stadtgesellschaft und die Kooperation von Wissenschaft und regionalen Unternehmen.
Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Wissenschaftseinrichtungen
Das Leipzig Science Network profitiert vor allem von der noch engeren Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Wissenschaftseinrichtungen und der Unterstützung der Stadt für die gemeinsamen Projekte. Geschäftsführer Pascal Schaefer unterstreicht: „Mit ihrer Mitgliedschaft unterstreicht die Stadt ihr Bekenntnis zu unserem Wissenschaftsstandort Leipzig und ihre Wertschätzung für die einrichtungsübergreifende Kooperation, mit der wir die Herausforderungen in Forschung, Lehre, Transfer und Infrastruktur besser bewältigen wollen. Damit verbunden ist eine Stärkung der Handlungsfähigkeit des Vereins, zum Beispiel bei den Themen Standortmarketing und Stadtentwicklung sowie ein einheitlicher Außenauftritt Leipzigs als Stadt der Wissenschaft. Zukünftig sitzt die Stadt nicht nur mit am Tisch, sondern ist als erste Kommune Deutschlands sichtbar Mitglied in einem solchen Wissenschaftsnetzwerk.“
Dank geht an Professor Beate Schücking
Das Treffen mit Professor Beate Schücking, deren reguläre Amtszeit als Rektorin nach insgesamt elf Jahren am 31. März 2022 endet, nutzte Oberbürgermeister Burkhard Jung für ein ganz persönliches Dankeschön: „In vertrauensvoller Zusammenarbeit und vielen gemeinsamen Projekten haben wir dafür gestritten, dass Leipzig eine lebenswerte Stadt mit internationaler Ausstrahlung und ein pulsierender Wissenschaftsstandort mit vielen klugen Köpfen bleibt. Denn für Sie war immer klar: Zu einer wachsenden Stadt passt keine schrumpfende Universität. Ein Punkt ist mir besonders wichtig: In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und ausländerfeindlicher Proteste haben wir uns gemeinsam für ein weltoffenes, vielfältiges Leipzig eingesetzt. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.“
Anteilnahme und Solidarität mit Heidelberg, Fahnen auf Halbmast
Das Leipzig Science Network und alle U15-Universitäten sind am heutigen Tage in Trauer und Solidarität mit der Universität Heidelberg vereint. Als Zeichen der Anteilnahme tragen die Universitäten heute Trauerbeflaggung. Wir stehen Seite an Seite mit allen Betroffenen des tödlichen Angriffs, mit den Studierenden und Mitarbeitenden der Universität und mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Heidelberg.
Wir denken am heutigen Tag besonders an die Opfer und Hinterbliebenen des Angriffs. Unser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern vor Ort, den Einsatzkräften, dem medizinischen Personal und besonders auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität selbst.
Prof. Dr. Georg Krausch, Vorstandsvorsitzender von German U15 und Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz:
„Die tragischen Ereignisse in Heidelberg haben uns alle bestürzt und sprachlos zurückgelassen. Schock und Trauer sitzen tief. Anlässlich der heutigen Gedenkfeier möchte ich im Namen aller U15-Universitäten unsere Anteilnahme und Solidarität mit der Universität Heidelberg und ihren Studierenden und MItarbeiterinnen und Mitarbeitern bekräftigen.
Der Rektor der Universität Heidelberg, mein Kollege Bernhard Eitel, hat nach den Geschehnissen davon gesprochen, dass sich die Tat auch wie ein Angriff auf die Offenheit der Hochschulen und die akademische Tradition anfühle. Deshalb möchte ich betonen, dass alle Mitglieder von German U15 gemeinsam mit Heidelberg dafür einstehen werden, dass Universitäten Orte der Offenheit und Begegnung, der Freiheit und des Austausches bleiben. Dieses Grundverständnis spiegelt sich auch in der Losung der Universität Heidelberg wieder: semper apertus, immer offen. Dessen eingedenk sind wir sicher, dass trotz aller Trauer über die schrecklichen Ereignisse die älteste Universität Deutschlands und ihre Mitglieder auch diese Krise überstehen werden.“
Hinweis zum Live-Stream der Gedenkfeier
Die Gedenkfeier kann als Stream ab 12 Uhr live verfolgt werden:
Zwei Antragsskizzen mit Beteiligung von Forscherinnen und Forschern aus den Mitgliedseinrichtungen des Leipzig Science Network wurden für den Wettbewerb um das Großforschungszentrum im mitteldeutschen Revier „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Freistaats Sachsen von der Perspektivkommission ausgewählt. In den kommenden sechs Monaten müssen ihre Antragsskizzen in ein tragfähiges Konzept übertragen werden. Vorstandsvorsitzende des Leipzig Science Network und Rektorin Prof. Beate Schücking betonte den Wert dieser Projekte für die Menschen und die Region sowie für die Universität Leipzig.
Am Donnerstag hat die hochrangig besetzte Perspektivkommission zum Ideenwettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Freistaats Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt aus den gut 100 eingereichten Anträgen die sechs überzeugendsten ausgewählt und dem BMBF für die erste Förderphase empfohlen. In den kommenden sechs Monaten müssen die Konzepte zur Umsetzungsreife ausgearbeitet werden. Danach findet erneut eine Überprüfung der Konzepte statt, bevor der eigentliche Aufbau von zwei Zentren in den ehemaligen Kohleregionen beginnt. In der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier ist auf Grundlage des „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ (StStG) die Gründung zweier institutionell geförderter Großforschungszentren vorgesehen.
Prof. Beate Schücking: „Für die Universität Leipzig ergeben sich aus dieser Entscheidung faszinierende Anknüpfungspunkte des akademischen Austauschs innerhalb der Universität Leipzig und mit anderen Hochschuleinrichtungen und Instituten. Die exzellenten Ideen für das Großforschungszentrum im mitteldeutschen Revier werden eine nachhaltige Entwicklung der ehemaligen Braunkohleregionen ermöglichen. Ich danke den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für diesen Beitrag am Wissenschaftsstandort Leipzig und wünsche allen für die nächste Phase viel Erfolg. Die Projekte, die es nicht in die finale Runde geschafft haben, bleiben außerordentlich wichtig. Wir werden sie weiterhin im Blick behalten und für die künftigen Anträge der Universität Leipzig für Exzellenzcluster heranziehen.“
Mitwirkende der Universität Leipzig äußerten sich ebenfalls in einer ersten Stellungnahme zu der Entscheidung über die finale Wettbewerbsrunde um das Großforschungszentrum im mitteldeutschen Revier.
Center for Medicine Innovation (CMI)
Prof. Jens Meiler zeigt sich als einer der am CMI-Projekt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hoch erfreut: „Für uns ist es ein erster Etappenerfolg auf dem Weg, um mit unserer Forschung eine für alle Menschen zugängliche, personalisierte, bezahlbare und gerechte Medizin zu ermöglichen. Es ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.“
Ziel des CMI ist es, mit flexiblen Strukturen innovative digitale Wertschöpfungsketten und Technologien für effektive personalisierte Therapien „Mit den Menschen, für die Menschen“ zu entwickeln und so die Transformation des mitteldeutschen Braunkohlereviers in eine Hochtechnologie-Region für Gesundheitsforschung voranzutreiben. Die Kerntechnologien des CMI (Künstliche Intelligenz und Big Data, Software-basierte Wirkstoffmodellierung, Zell- und Gentherapien sowie intelligente vernetzte medizintechnische Systeme) leiten einen grundlegenden Wandel in der Gesundheitsversorgung ein. Mit dem CMI wird eine effiziente Struktur für reibungslose Translation und Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung kreiert.
Centre for Climate Action an Innovation – Research & Engineering (Claire)
Prof. Johannes Quaas sieht in der Entscheidung der Perspektivkommission die Arbeit des Projektteams bestätigt: „Das Thema ‚Climate Action‘ – Handlungswissen und Anwendung für den Klimawandel – ist von überragender und stetig wachsender Bedeutung für uns und unsere Wirtschaft in der Region, aber auch weit darüber hinaus. Es wird in Zukunft wenige Wirtschaftsbereiche geben, die nicht stark vom Klimawandel beeinflusst sind. Gerade hat uns der extreme Niederschlag gezeigt, wie wichtig belastbare Vorhersagen, Vorsorge und Anpassung sind. Wir an der Uni Leipzig freuen uns darauf, Georg Teutsch dabei zu unterstützen, dieses Zukunftsthema in CLAIRE in unserer Region umzusetzen. Die Universität Leipzig wird maßgeblich die neuen Köpfe für Klima-Innovation ausbilden.“
CLAIRE entwickelt unter Federführung von Prof. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Umweltforschungszentrums Leipzig (UFZ), fundierte Systemlösungen für Klimaschutz und Klimaanpassung, die regionale Transformationsprozesse hin zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Gesellschaft unterstützen.
Prof. Georg Teutsch: „Wir freuen uns sehr, unsere Ideen für ein Zentrum für Klimamaßnahmen und Innovationen gemeinsam mit unseren Partnern in der jetzt folgenden Konzeptionsphase weiter präzisieren zu dürfen. Die jüngsten dramatischen Hochwasserereignisse in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben mal wieder gezeigt, wie dringend notwendig es ist, verbesserte Prognosesysteme zu entwickeln und operationell einzusetzen. CLAIRE wird die Entwicklung, die Erprobung und praktische Umsetzung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft, beim Wasser- und Energiemanagement sowie in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und in urbanen Räumen vorantreiben. Ziel des geplanten Forschungszentrums ist, mittels neuartiger digitaler Zwillinge von Ökosystemen einen kontinuierlichen, digitalen Daten- und Entscheidungsraum mit hoher Aktualität und räumlich-zeitlicher Auflösung aufzubauen. Wir müssen unsere Städte und Kommunen mit ihren Infrastrukturen so umbauen, dass sie weniger verwundbar und zukunftssicher sind. Dazu brauchen wir verlässliche Daten und Prozesswissen auf regionaler und lokaler Ebene, um darauf aufbauend innovative natur- und technologiebasierte Lösungsoptionen zu entwickeln. Mit Reallaboren, die von Wissenschaft, Unternehmen, Fachbehörden und Zivilgesellschaft im Mitteldeutschen Revier und der Lausitz gemeinsam betrieben werden, wollen wir regionale Transformationsprozesse hin zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Gesellschaft unterstützen und damit eine nachhaltige Wertschöpfung in den Bergbaufolgeregionen ermöglichen."
In diesem Projekt bündeln folgende unserer Mitglieder (Universität Leipzig, iDiv Halle-Jena-Leipzig, Fraunhofer IMW Leipzig, DBFZ Leipzig, TROPOS Leipzig) und weitere wissenschaftlichen Einrichtungen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, TU Dresden, HHL Leipzig, IPK Gatersleben, IPB Halle, PIK Potsdam, ZALF Müncheberg, MPI-BGC Jena) ihre Ideen und Potentiale, um attraktive Innovationscluster mit nachhaltiger Wertschöpfung in den Bergbaufolgeregionen zu schaffen.
Wissen schafft Perspektive für die Region! Mit „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ fördern das BMBF und der Freistaat Sachsen die Entstehung zwei neuer Großforschungszentren in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier. Durch die Neugründung der geplanten Großforschungszentren soll der Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland gestärkt und zur Entwicklung der sächsischen Lausitz und des mitteldeutschen Reviers hin zu attraktiven Zukunftsregionen beitragen. Dafür stellen BMBF, der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt künftig bis zu 170 Millionen Euro pro Jahr und Zentrum bereit. Künftig sollen im Umfeld der Großforschungszentren bis zu 3.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nach der nun getroffenen Entscheidung der Perspektivkommission über die jeweils drei Finalisten und einer halbjährigen Förderphase entscheiden Bund und Freistaat über zwei tragfähige Konzepte pro Region. Für die finale Antragsphase stehen den Forschungsteams jeweils 500.000 Euro zur Verfügung.
In der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier werden zwei neue Großforschungszentren entstehen. Mit „Wissen schafft Perspektiven für die Region!" starten das BMBF und der Freistaat Sachsen einen Wettbewerb für den Aufbau der Zentren.
Am 14. August 2020 ist als Strukturhilfemaßnahme für die durch den Kohleausstieg betroffenen Reviere und Standorte das „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen" (StStG) in Kraft getreten. Um neue Perspektiven für die Kohleregionen zu schaffen sieht das StStG in § 17 Ziffer 29 die „Gründung je eines neuen institutionell geförderten Großforschungszentrums nach Helmholtz oder vergleichbaren Bedingungen in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier auf Grundlage eines Wettbewerbsverfahrens" vor.
Der Ideenwettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesforschungsministeriums und dem Freistaat Sachsen, mit dem Ziel, in einem transparenten und themenoffenem Wettbewerbsverfahren die besten Konzepte für die Gründung der beiden neuen Großforschungszentren zu entwickeln und auszuwählen. Der Wettbewerb richtet sich an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und soll dazu dienen, die thematische Ausrichtung und die genauen Standorte der neuen Großforschungszentren festzulegen. In Abhängigkeit vom wissenschaftlichen Erfolg der neuen Einrichtungen wird mittelfristig eine jährliche institutionelle Förderung von jeweils bis zu 170 Millionen Euro im Rahmen des StStG angestrebt.
Durch die Neugründung der Großforschungszentren soll der Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland gestärkt und zur Entwicklung der sächsischen Lausitz und des mitteldeutschen Reviers hin zu attraktiven Zukunftsregionen beigetragen werden. Neben der wissenschaftlichen Exzellenz und der überregionalen Bedeutung des Forschungsprogramms soll der Fokus der neuen Großforschungszentren daher in besonderem Maße auf dem Transfer von Forschungsergebnissen in kommerzielle und gesellschaftliche Anwendungen sowie der Förderung des Innovationsgeschehens in den Kohleregionen liegen. Durch die Neugründung der beiden Großforschungszentren sollen innovative Modelle der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen werden.
Leipziger Anträge für das Großforschungszentrum im mitteldeutschen Revier
Das Leipzig Science Network unterstützt vier Initiativen unserer Mitglieder, die mit ihren Visionen den Strukturwandel in der Region mitgestalten und so einen Mehrwert und neue Perspektiven für Gesellschaft und Wirtschaft schaffen wollen.
Spin for Life (S4L) - Forschen für die Medizin von morgen
Die Vision: Die individualisierte, vorsorgliche Medizin im Smartphone-Format. Setzt man bisher auf eine Standard-Therapie für jeden, will Spin for Life mithilfe neuester Spin-Technologie eine auf den Patienten zugeschnittene Behandlung schaffen.
Center for Medicine Innovation soll integrierte, digitale Wertschöpfungsketten für personalisierte Medizin entwickeln und die Transformation des mitteldeutschen Braunkohlereviers in eine Hochtechnologie-Region für Gesundheitsforschung treiben.
CLAIRE - Centre for Climate Action and Innovation - Research & Engineering
CLAIRE entwickelt unter Federführung von Prof. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Umweltforschungszentrums Leipzig (UFZ), fundierte Systemlösungen für Klimaschutz und Klimaanpassung, die regionale Transformationsprozesse hin zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Gesellschaft unterstützen.
UFZ / Peter Barczewski, 3D-Art /Mateusz Łopuszyński, Adobe Stock
UFZ / Peter Barczewski, 3D-Art / Jackfrog, Adobe Stock
EARTH - Integrative Research Centre for Sustainable Engineering and Management
EARTH soll Lösungen für einen klima- und umweltgerechten Wandel liefern. Ingenieur- und Natur-, aber auch Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler wollen zu relevanten Themen in Energietechnik sowie Klima- und Umweltschutz forschen.